Paarberatung

„Wenn Du mich wirklich lieben würdest, dann ….”

Paarbeziehungen, wie auch das Leben selbst, sind immer auch einem Veränderungsprozess unterworfen, da sie in verschiedenen Phasen verlaufen. Wenn Sie sich in einer schwierigen Lage, in einer Umbruchsituation oder einem kritischen Lebensübergang (wie z.B. Geburt, Rente) befinden, in der Sie sich neu orientieren müssen, kommt es häufig zu Konflikten, da es für Paare eine Stresssituation darstellt.

Diese Krisen können aber auch Herausforderungen zum Wandel sein.

Aber ist jeder Konflikt gleich eine Ehekrise?

Themen, die nicht wirklich bearbeitet werden und immer wieder auftauchen, führen nicht selten zu schwerwiegenden Beziehungsproblemen. In der Paarberatung sollen diese, sich immer wiederholenden Streitpunkte, aufgespürt und thematisiert werden.
Hier gibt es viele Möglichkeiten der Herangehensweise….

Durch eine Paarberatung lernen Sie

  • nicht nur die Gemeinsamkeiten wieder zu schätzen, sondern vor allem die Unterschiede Ihrer Persönlichkeiten wahrzunehmen und diese zu achten!
  • respektvolle Gespräche zu führen, ohne sofortige Schuldzuweisung
  • den eigenen Anteil für die Entstehung der Konflikte zu erkennen
  • Ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu äußern
  • konstruktive Verhaltensmuster, um Spannungen und Stress zu verringern

Nicht alle Paare sprechen dieselbe Sprache der Liebe

Was verstehen Sie und auch Ihr Partner eigentlich unter Liebe? Jeder assoziiert mit diesen großen Begriff nämlich ganz viele verschiedene Gedanken und auch Gefühle.

Der Therapeut Gary Chapman redet von 5 verschiedene „Frequenzen“, die uns hier zur Verfügung stehen – auf denen wir Liebe geben und auch empfangen können.

Jeder sollte erst einmal selbst herausfinden, für welche Sprache der Liebe er selbst besonders empfänglich ist – ihm Energie liefert und so sollte jeder dann auch die bevorzugte Liebesprache seines Partners kennen.

Vielleicht ist es ja gar nicht nötig, ihr die Sterne vom Himmel zu holen,
vielleicht tut es ja schon die Zuckerdose vom Regal 😉

Die fünf Sprachen der Liebe von Gary Chapman...

1. Anerkennung
Wer diese Sprache spricht, lobt Menschen besonders gern.
Mark Twain sagte schon: „Von einem schönen Kompliment kann ich zwei Monate leben.“
Worte der Zuneigung sind einfache, herzliche Worte, die den Wert des anderen Menschen bestätigen. Sie müssen wahr sein und vom Herzen kommen, sonst wirken sie nicht.


2. Zweisamkeit
Stichwort – „Quality Time“.
Gemeinsame Zeit verbringen und die ungeteilte Aufmerksamkeit des anderen genießen.
Und nicht wie so häufig:
„Ich höre Dir doch zu, ich will nur nebenbei etwas auf dem Handy schauen…“


3. Geschenke
Schon so lange es Menschen gibt, sind Aufmerksamkeiten in Form von Geschenken, ein Grundbestandteil einer jeden Kultur.
Es sagt: „Schau, ich habe an Dich gedacht“. Es symbolisiert dieses Denken an den anderen.


4. Hilfsbereitschaft
Investitionen von viel Energie und Zeit, um das Leben des anderen möglichst zu erleichtern.
„Lass mich das für Dich tun.“ „Ich nehme Dir das ab.“
Aber als Liebender und nicht aus der Selbstverständlichkeit, eines Dieners heraus…


5. Zärtlichkeit
Berührung ist der fünfte Ausdruck von Liebe. Die Zärtlichen sprechen ihre Liebe mit dem Körper, mit ihren Händen und Mündern.


Wem diese verschiedenen Sprachen der Liebe nicht bewusst sind, denkt vielleicht:
„Ich kann dieses „Ich liebe Dich“ nicht mehr hören – immer wird nur gelabert, aber nie etwas getan! Wenn er/sie mich wirklich lieben würde, würde er/sie mir helfen.“

Dies führt natürlich dann zwangsläufig zu Konflikten, weil ein Partner denkt, er investiert nur, erhält aber zu wenig oder sogar gar nichts zurück.
Dann wird sein „Tank“ schnell leer und nicht mehr nachgefüllt.

Wenn auch Reden nicht mehr möglich ist…

Und wenn ein Partner nicht will?

„Wie lange ist es eigentlich her, dass wir uns „richtig gut unterhalten“ haben? Haben wir uns überhaupt noch etwas zu sagen, außer das Alltägliche?“

Auf den Inhalt kommt es an!
Häufig fallen Themen, bei denen es „um das Eingemachte“ geht, einfach hinten runter.
Welche Ängste habe ich, welche Bedürfnisse, welche Hoffnungen, welches sind die Themen, mit denen ich aktuell vielleicht gerade in Nöten bin?

Viele Paare haben, gerade bei solchen Themen, großen Nachholbedarf – sie gehören nun mal in eine Partnerschaft – wohin denn sonst?

Auch Einzelberatung in der Paarberatung sind möglich und hilfreich.
Denn Beziehungen sind wie ein Mobile – verändert sich einer, bleibt dem anderen gar nichts anderes übrig, als auch eine Veränderung zu durchlaufen…

Ich möchte Sie gerne dabei unterstützen,

…nicht so negativ fixiert aufeinander zu sein, um wieder mehr zu sich selbst zu finden. Wir versuchen gemeinsam herauszufinden, welche Gefühle genau gespürt werden, welche Gedanken und Glaubenssätze sich dahinter verstecken, sodass schließlich jeder wieder die Verantwortung, für die damit verbundene Reaktion, übernehmen kann.

Paare sollten immer im Zusammenhang mit ihrer Vergangenheit und Zukunftsgeschichte gesehen werden. 

Sie drücken sich gegenseitig immer wieder die „rote Knöpfe“, die jedes Mal unwahrscheinlich viel Schmerz auslösen können. Der „Drücker“ für diesen Schmerz, war sehr wohl jeweils der Partner. Aber das Gefühl, dass dabei hochkommt, lag bereits davor schon in einem jedem selbst verborgen. Verletzungen aus der Vergangenheit, noch offene Wunden, die noch nicht zu Narben geheilt sind. Mit diesen „Baustellen“ müssen wir uns noch beschäftigen und intensiv daran arbeiten.

Bei festgefahrenen Konflikten ist kompetente Begleitung häufig unumgänglich. Hier geht es nicht darum, wer „Recht hat“ oder „Schuld“ ist. Paare vergeuden meist sehr viel Energie damit, die Ursache beim Anderen zu suchen und den Anderen ändern zu wollen. Die eigenen Anteile anzuschauen ist schwer und kostet viel Mut.

Aber letztlich ist dies, der einzige wirklich wirksame Weg….
….eine schöne Reise zu sich selbst!

Quellenangabe Bildmaterial: v.o.n.u. © Sascha Hofmann / pixelio.de © K_B_by_Dieter Schütz_pixelio.de