Traumatherapie

Ein Trauma

…ist eine seelische Wunde, die auf ein oder mehrere Ereignisse zurückgeht. Im Zustand von extremer Angst und absoluter Hilflosigkeit ist der Mensch häufig außerstande, diese traumatische Erfahrung vollständig zu verarbeiten und diese in sich zu integrieren. Bewusst oder unbewusst vermeidet er Personen, Situationen, Themen und sogar Gefühle, die ihn an das Trauma erinnern könnten. Nicht selten liegen die traumatischen Ereignisse in der Kindheit und können gar nicht mehr bewusst nachvollzogen werden. Ein Teil der im Schock mobilisierten Energie bleibt wie eingefroren im Inneren gebunden. Gelingt es dem Betroffenen die Prozesse wieder schrittweise zu vervollständigen, so kann er zu seinen angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmglichkeiten wieder Zugang finden und so seine volle Lebensenergie zurückgewinnen. Ein Trauma ist in diesem Sinne keine Krankheit, sondern ein Überlebensprozess, der nicht zum Abschluss gebracht wurde.

Die Traumaarbeit…

…ist vollendet, wenn die Persönlichkeit in der Lage ist, Erinnerungen und Gefühle im Zusammenhang mit dem Trauma bewusst hervorzurufen, ohne ihnen verhaftet zu bleiben.“ (Fischer-Riedesser).

Diese Weiterbildung

…vermittelt durch praxisnahe Seminare Kenntnisse und Fähigkeiten zur Behandlung traumatisierter Menschen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Behandlung komplexer Traumatisierung mittels Verfahren, die mit „inneren Anteilen“ arbeiten. Hier werden Ihnen die Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie PITT von Luise Reddemann und die therapeutischen Ansätze von Michaela Huber vertraut gemacht und Sie lernen gängige Stabilisierungsmethoden kennen.

In Kleingruppen

…ist die Möglichkeit gegeben, sich mit eigenen Themen auseinanderzusetzen und sich selbsterfahrungsbezogen in der praktischen Umsetzung des Erlernten zu üben. Darüber hinaus soll die Möglichkeit geboten werden, eigene Arbeitserfahrungen einzubringen und zu reflektieren.
Diese Ausbildung ersetzt allerdings keine Eigentherapie und setzt eine Grundstabilität voraus.

Das Ziel

…der Ausbildung ist es, mit Traumatisierten arbeiten zu können und den Klienten kognitive und körperliche Ressourcen zu vermitteln, die ihnen neue Handlungsmöglichkeiten in ihrem Leben aufzeigen. Wir möchten Ihnen eine „schlanke Weiterbildung“ anbieten, die sich ohne weitere Auflagen oder Prüfungsstress auf das Wesentliche konzentriert.

Absolventen der Fortbildung erwerben die Fähigkeit:

  • Traumatisierungen zu erkennen und diagnostisch einzuordnen
  • geeignete Interventionen im Sinne von Entlastung, Stabilisierung und Ressourcenbildung anzuwenden
  • schrittweisen Umgang mit belastendem Material bis zur behutsamen Durcharbeitung
  • verschiedene traumaspezifische Übungen und kreativen Techniken anzuwenden
  • einen eigenen und persönlichen Zugang zum Thema „Bindungs-Trauma“ im therapeutischen Kontext
  • In dieser Fortbildung wird das notwendige Grundwissen zum Thema Psychotraumatologie vermittelt. Durch traumatische Erlebnisse können sich verschiedene Störungsbilder einstellen, die während des Unterrichts nahegebracht und erklärt werden. Die Grundlage der Traumatherapie ist das Schaffen einer stabilen, sicheren Basis für die Betroffenen, von der aus behutsam das traumatische Ereignis bearbeitet und letztendlich in die Persönlichkeit und den Lebensprozess integriert werden kann. So wird Heilung und Ganz-Sein wieder möglich.
    Denn – nur die Zeit allein heilt keine Wunden!

Termine

….werden demnächst bekanntgegeben

Quellenangabe Bildmaterial: v.o.n.u.© Claudia Brefeld/pixelio.de